Zwei Formate, ein Prinzip

Poetic Recording vs. Graphic Recording

Beide Formate verwandeln die komplexen Inhalte einer Veranstaltung live in Kunst – das eine in Sprache und Performance, das andere in großformatige Bilder. Das Graphic Recording dokumentiert kontinuierlich und visuell; das Poetic Recording verdichtet zu einem gemeinsamen Bühnen-Moment. Welches Format passt, hängt davon ab, was dein Event erreichen soll.

vs. GRAPHIC RECORDING POETIC RECORDING
Zwei Wege, ein Prinzip: Das Bild wächst an der Wand – der Text entsteht für die Bühne.

Der direkte Vergleich

Kriterium Poetic Recording Graphic Recording
Medium Sprache: ein live entstehender Poetry-Slam-Text samt Bühnen-Performance Bild: eine live wachsende, großformatige Illustration (analog oder digital)
Erlebnis-Moment Ein konzentrierter Höhepunkt: alle erleben den Rückblick gemeinsam, im selben Augenblick Kontinuierlich: das Bild wächst sichtbar über den Tag, jede:r schaut individuell darauf
Wirkung Emotional, gemeinschaftsstiftend; stark über Humor, Rhythmus und Wiedererkennen Strukturierend, ordnend; stark über Übersicht und visuelle Zusammenhänge
Was festgehalten wird Inhalte plus Atmosphäre, Zwischentöne und Momente am Rande Vor allem Inhalte, Kernaussagen und deren Verbindungen
Ergebnis danach Text und/oder Video – gut fürs Follow-up, lebt aber vom Live-Moment Ein bleibendes Bild – hängt danach im Büro, taucht in Berichten auf
Platz im Programm Braucht einen eigenen Slot (6–10 Min.), meist zum Abschluss Läuft parallel, braucht keinen Programmpunkt – aber Wandfläche
Technik & Raum Bühne/Fläche, Mikrofon ab ca. 30 Personen Große Pinnwand/Wandfläche oder Tablet + Projektion, gutes Licht
Budgetrahmen meist 2.000–2.500 € netto/Tag zzgl. Reisekosten (Details) je nach Anbieter:in häufig vergleichbare Tagessätze, meist im vierstelligen Bereich

Entscheidungshilfe: Welches Format für welches Ziel?

Ihr wollt einen gemeinsamen, emotionalen Abschluss-Moment, über den noch lange gesprochen wirdPoetic Recording
Die Inhalte sollen visuell geordnet, dokumentiert und danach weiterverwendet werdenGraphic Recording
Beides ist euch wichtig – Erlebnis und bleibende DokumentationKombination

Nimm das Poetic Recording, wenn… du einen starken gemeinsamen Abschluss-Moment willst, die Teilnehmenden emotional erreicht und wertgeschätzt werden sollen, das Wir-Gefühl im Vordergrund steht oder dein Event einen echten Höhepunkt zum Ende braucht, über den noch lange gesprochen wird.

Nimm das Graphic Recording, wenn… es primär um Dokumentation und Übersicht geht, die Ergebnisse danach visuell weiterverwendet werden sollen (Berichte, Intranet, Bürowände) oder das Programm keinen Slot für einen Auftritt hergibt.

Oder kombiniere beides Die Formate ergänzen sich hervorragend – das Graphic Recording ordnet den Tag visuell, das Poetic Recording verdichtet ihn emotional. Bei größeren Tagungen ist die Kombination längst kein Exot mehr: Das Bild bleibt an der Wand, der Text bleibt im Kopf.

Und die Abgrenzung zu anderen Bühnenformaten?

Das Poetic Recording ist nicht zu verwechseln mit einem klassischen Poetry-Slam-Auftritt (fertige Repertoire-Texte), einem Auftragstext (nach Briefing vorab geschrieben, thematisch maßgeschneidert, aber ohne Live-Bezug zum Tagesgeschehen) oder einem Science Slam (Wissenschaftler:innen präsentieren die eigene Forschung). Sein Alleinstellungsmerkmal: Kein anderes Auftrittsformat ist so unmittelbar mit dem Geschehen der Veranstaltung selbst verbunden.

Noch unentschieden?

Wir kennen beide Welten und beraten dich neutral, welches Format – oder welche Kombination – für dein Ziel am meisten bewirkt.

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