Aus der Praxis

Fallbeispiele: So wirkt ein Poetic Recording konkret

Poetic Recordings entstehen oft in vertraulichen Kontexten – deshalb sind öffentliche Beispiele rar. Diese drei Projekte aus unserer eigenen Praxis dürfen wir zeigen. Sie stehen für drei typische Einsatzszenarien: Kommune, Fachkongress und Unternehmen.

Fall 1: Demokratie-Konferenz der Stadt Essen (kommunal)

Eine Beteiligungskonferenz der Stadt Essen mit Bürger:innen, Verwaltung und Initiativen – und zugleich das erste Poetic Recording von Portal-Autor Marius Hanke im Jahr 2019. Die Herausforderung im kommunalen Kontext: viele verschiedene Perspektiven, teils kontroverse Diskussionen, ein heterogenes Publikum. Genau hier spielte das Format seine Stärke aus: Der Abschlusstext verband die Stimmen des Tages zu einem gemeinsamen Bild und gab auch den leisen Beiträgen aus den Workshops eine Bühne. Der Effekt, den kommunale Veranstalter:innen am häufigsten zurückmelden: Teilnehmende fühlen sich mit ihren Beiträgen ernst genommen – gerade weil sie im Text wieder auftauchen. Ausführlicher Projektbericht

Fall 2: Lead Management Summit 2025 (Fachkongress, zweitägig)

Zwei Tage B2B-Fachkonferenz von marconomy, randvoll mit Marketing- und Vertriebs-Fachsprache. Das Projekt zeigt, wie ein mehrtägiges Poetic Recording funktioniert: Begleitung über beide Tage, Material aus Vorträgen, Panels und Pausengesprächen, der große Recap zum Finale. Die vermeintliche Hürde – trockene Fachbegriffe – erwies sich als komisches Kapital: Wenn Funnel, Touchpoints und Conversion plötzlich reimen, entsteht genau der Abstand, der ein Fachpublikum über die eigene Branche lachen lässt. Die Erkenntnis für Veranstalter:innen: Je fachlicher das Event, desto größer der Überraschungseffekt des Formats. Ausführlicher Projektbericht · Das vollständige Recording als Gastbeitrag bei marconomy

Fall 3: BGM-Tagung der AOK Bayern 2026 (Großtagung mit Livestream)

Rund 400 Teilnehmende aus bayerischen Unternehmen, eine Keynote der Ex-Jetpilotin und ESA-Reserveastronautin Nicola Winter, vier parallele Praxisforen, ein Vorstands-Fazit – und zum Abschluss das Poetic Recording: Bei der BGM-Tagung „Ready for Take-off" der AOK Bayern im März 2026 in Nürnberg verdichtete Portal-Autor Marius Hanke diesen randvollen Tag live zu einem poetischen Gesamtbild. Die sportlichste Aufgabe waren dabei die parallelen Foren: Wer vier Räume gleichzeitig hat, kann in jedem nur einen kleinen Teil aktiv mitverfolgen – und muss in dieser Kürze gezielt die Momente aufnehmen, die sich als echtes Learning für den Abschluss lohnen. Mini-Ausschnitte also, aber mit Mehrwert. Der Livestream, über den ein Teil des Publikums zugeschaltet war, spielte für den Auftritt selbst kaum eine Rolle – die größere Reichweite war der Bonus obendrauf. Das Besondere an diesem Fall: Die AOK Bayern dokumentiert das Projekt selbst öffentlich, mit Highlight-Video und dem vollständigen Recording-Text als PDF. Für Veranstalter:innen die seltene Gelegenheit, Wirkung und Ergebnis eines Poetic Recordings ungefiltert direkt beim Auftraggeber nachzulesen. Projektdokumentation der AOK Bayern

Was alle drei Fälle verbindet

So unterschiedlich Kommune, Kongress und Krankenkasse sind – drei Muster tauchen immer wieder auf: Der Text wirkt am stärksten, wenn er neben den Inhalten auch die Momente am Rande aufgreift. Das Publikum erinnert sich – so unsere wiederkehrende Beobachtung – Wochen später zuerst an das Recording, dann an die Vorträge. Und die Qualität des Ergebnisses hängt direkt an der Qualität des Briefings. Ob dein Event in eines dieser Muster passt, klärt ein Blick in die Einsatzbereiche.

Dein Event könnte der nächste Fall sein?

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